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Schielchirurgie - Augenmuskelchirurgie
Das Operationsziel ist die Verlagerung der Augäpfel in eine Position,
in der räumliches Sehen möglich ist (funktionelle Indikation)
oder die Augenstellung kosmetisch befriedigt (kosmetische Indikation).
Hierzu wird eine Verstärkung der Muskelwirkung durch eine Muskelverkürzung
und Vorverlagerung des Muskelansatzes herbeigeführt, eine Muskelschwächung
entsprechend durch die Rückverlagerung des Ansatzes oder durch eine
Muskelfaserreduktion.
Die folgenden Voraussetzungen müssen vor dem operativen Eingriff
erfüllt sein:
- Eine Weitsichtigkeit muss ausgeglichen sein.
- Zur Beurteilung der Stabilität des Schielwinkels muss ein Schielwinkelausgleich
mit Prismen erfolgen.
Als Operationszeitpunkt wird in der Regel die Zeit vor der Einschulung
gewählt, bei dem sogenannten normosensorischem Spätschielen
sollte jedoch möglichst sofort, spätestens 1/2 Jahr nach Schielbeginn
interveniert werden.
Bei Kindern, die älter als etwa 9 Jahre sind und bei Erwachsenen
besteht bei operativer Änderung des Schielwinkels die Gefahr des postoperativen
Doppeltsehens (Diplopie)
Im Falle einer unterschiedlichen Sehstärke beider Augen trotz bester
Korrektur der Fehlsichtigkeit sollte bei Kindern durch eine konsequente
Behandlung mit Abkleben eines Auges unter engmaschiger augenärztlicher
Kontrolle bereits vor der Schieloperation das sehschwache Auge (Amblyopie)
trainiert werden.
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